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Eberhardtsteig 2

Ansicht im Frühjahr 2010

Das Haus Eberhardtsteig 2, aus nicht bekanntem Grund 2011 oder 2012 abgebrochen, war einige Jahrzehnte lang für den von der Stadt kommenden Besucher unseres Ortes, der durch diese Bebauung ersichtliche Eingang in die sich von hier aus in nordöstliche Richtung erstreckende Dorflage. Zur Straße hin zeigte es keine Fassade, sondern nur ein etwa 1 Meter hohes Bruchsteinmauerwerk, über welchem ein hohes Satteldach ansetzte. Von kleinen Fenstern durchbrochen zeigte sich nur die durch Bretter verkleidete Fachwerksüdgiebelseite und die hintere Fassade.

Das Grundstück zur Erbauung des Gebäudes wurde am 29. Dezember 1807 mit „allerhöchster“ Ausnahmegenehmigung (Dismembrationen waren bis zum Inkrafttreten des Dismembrationsgesetzes von 1843 verboten) aus den Feldgrundstücken des Pötzschen, später Träupmannschen und Petzoldschen Bauerngutes (Frankenberger Straße 271) herausgelöst. Bald danach muss es zum Hausbau gekommen sein, denn um 1811/12 erwarb Johann Gottfried Lange das Grundstück in der Größe von 8 Metzen und auf der geognostischen Karte von 1836 ist der Bau darauf bereits ersichtilch. 1841 waren Haus, Hof und Garten ungefähr 1185 qm groß, doch wurde diese Fläche durch eine weitere Grundstücksteilung um 1894 verringert. In dieser Zeit entstand auch das kleine nördlich angebaute Nebengebäude.

 

Besitzerfolge

 

1811/12 käuflich erworben von Johann Gottfried Lange aus Johann Gottlieb Pötzschs Gut; 1841 Johann Gottfried Lange; 1845 übernimmt es der Sohn des verstorbenen Johann Gottfried Lange, der Böttchermeister Johann Michael Lange, von der Witwe und Mutter Hanne Eleonore Lange, geborne Klitzsch, und seinem Bruder Johann Gottlieb Lange, Schuhmachergeselle zu Ebersdorf; 1932 ist Hausbesitzer Theodor Gerschler, Milchhändler. Wohnt im Erdgeschoss, darüber der Maurer Bruno Rockoff. 1943 wird als Hausbesitzerin Frau Frieda Elisabeth Rockoff genannt, die mit dem Maurer Rockoff und A. Gerschler im Haus wohnt. Um das Jahr 2010 verkaufte die Witwe Engel das Haus. 

 

Bemerkungen

 

Da das Haus in der Flur, also auf bäuerlichem Land und nicht in der Dorflage, errichtet wurde, hatte es, bzw. dessen Besitzer, auch anteilig die Lasten des Bauerngutes mit zu tragen. Zu diesen Belastungen gehörten bis zur Ablösung: jährlich 15 Neugroschen und 4 Pfennig Beitrag zu den Kohlenfuhrendiensten, zum Rochlitzer Geschoss, allen herrschaftlichen und geistlichen Abgaben sowie der 59ste Teil an Lieferungen, Spanndiensten, Einquartierungen und geistlichen Anlagen.